Sehenswürdigkeiten

 

Dank seiner langen Geschichte - die ersten Besiedlungen der Insel werden auf 11000 v. Chr. datiert - hat Malta eine atemberaubende Reiselandschaft mit einer Fülle an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Schätzen zu bieten. So lädt der Inselstaat zu einer Rundreise ein, um all dessen wunderschöne Orte zu erkunden.

 

Valletta

Die Hauptstadt der Republik Malta heißt Valletta, sie ist zwar die kleinste Hauptstadt der EU, allerdings die am besten gesicherte der Welt. Dies ist auf die Anwesenheit des Ordens der Johanniter zurückzuführen, die die Insel, und besonders Valletta vor feindlichen Angriffen schützten: seit dieser Zeit ist die Stadt umringt von verschiedenen Bastionen und Geschützstellungen.

 

Mitte des 16. Jahrhunderts belagerten die Osmanen die Insel, konnten allerdings von den Mitgliedern des Malteserordens geschlagen und vertrieben werden. Die Ritter beschlossen den Bau einer strategisch gelegenen neuen Stadt, und zwar auf dem Gebiet des zerstörten Fort St. Elmo. Die Lage auf der Halbinsel war ideal, um die beiden angrenzenden Häfen kontrollieren zu können.

 

Veranstaltertipp: Sprachreisen

Kolumbus Sprachreisen bietet Sprachreisen nach Malta in Swieqi und Valletta für Erwachsene und Schüler an.

 

Über 200 Jahre, bis zur Kapitulation der Malteser vor Napoleons Armee, blieb die Stadt Valletta uneingenommen und unzerstört. Im 2. Weltkrieg dann wurde sie allerdings durch deutsche und italienische Luftangriffe nahezu komplett verwüstet. Die Befestigungsmauern hielten der Bombardierung allerdings stand, die gesamte Insel wurde in der Zeit des Krieges teilweise von nur drei Flugzeugen verteidigt.

 

Valletta: Großmeisterpalast

Dieser Palast wurde im 16. Jahrhundert erbaut, und gilt heute als das prunkvollste Gebäude der Republik. Nachdem die Übermacht der Osmanen unerwartet von der Insel vertrieben werden konnte, waren die europäischen Adelshäuser so beeindruckt von den Bewohnen Maltas und dem Malteserorden, dass diesen eine enorme finanzielle Unterstützung zu gute kam. Man erkannte im restlichen Europa, das Malta, eine strategisch überaus günstige Lage hatte, was die Herrscher des restlichen Europas schätzen lernten. Die Insel war lange als der Außenposten des christlichen Abendlandes im Kampf gegen die Osmanen.

 

Dieser Geldsegen erlaubte es den Insulanern, sich mit großem Prunk zu umgeben, Prachtbauten zu errichten, und ihre Insel sicherer gegenüber feindlichen Angriffen zu machen. 1575 war der Bau des Großmeisterpalastes dann nach einigen strategischen Schwierigkeiten, was die Materialienbeschaffung anbelangte, abgeschlossen. Bis zur Besetzung der Franzosen lebten 21 Großmeister in dem Palast, der erst im Laufe der Jahre auch im Inneren zu seinem heutigen Prunk ausgebaut wurde. Die französischen Soldaten beschädigten das Gebäude und raubten viele kostbare Gegenstände. Die Schäden wurden aber kurze Zeit später von den Briten repariert, die Malta recht schnell nach einer kurzen Seeblockade als Kronkolonie in ihre Reich eingliederten. Im Palast tagt das maltesische Parlament, seit 1976 ist er Amtssitz des Staatspräsidenten. 1980 wurde der Palast als Teil des Ensembles Valletta zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Der Eintritt kostet 6€.

 

Valletta : St. John's Co-Cathedral

Diese Kathedrale hat den Zusatz "Co", da sie als Zweitsitz des Bischofs von Malta, die St. Pauls Kathedrale in Mdina ist die eigentliche Bischofskirche des Landes. Die St. John's Co-Cathedral wurde 1578von den Maltesern fertig gestellt - der eigentliche Bau dauerte nur vier Jahre, die Ausschmückung und Ausstattung des Interieurs allerdings über 100 Jahre. 1820 wurde die Kirche offiziell von Papst Pius VII zur Co-Kathedrale ernannt, sie ist dem Heiligen Johannes geweiht, dem Schutzpatron des Ordens der Malteser. Ob Rund-, Sprach- oder Pauschalreise Malta, eine Besichtigung der St. John´s Co-Cathedral lohnt sich in jedem Fall.

 

Heute gilt die Kirche als eine der schönsten im Mittelmeerraum, der Innenraum ist reich beschmückt und kunstvoll dekoriert. Das wohl wichtigste und berühmteste Kunstwerk, das in die dieser Kirche zu finden ist, ist "Die Enthauptung des Heiligen Johannes" von Caravaggio. Es ist weltweit das einzige signierte Bild und gehört zu den berühmtesten seines Oeuvres. Im Hauptschiff und am Eingang findet man auf dem Boden viele Grabplatten aus Marmor, unter denen einige der bedeutendsten Ritter des Malteserordens begraben liegen. In der Krypta sind dagegen die Gräber der Großmeister zu finden, ihre Sarkophage werden zu den "vollkommensten Kunstwerken des Hochbarock" gezählt.

 

Valletta: St. Elmo

St. Elmo ist ein Fort, das sich direkt bei Valletta, an der Spitze der Sciberras-Halbinsel befindet. An dieser Stelle gab es schon lange vor dem heute bekannten Fort eine Befestigungsanlage. Die Lage war kriegsstrategisch äußerst bedeutend, da von hier die beiden nahen Häfen gesichert und überwacht werden konnten. Die türkischen Angreifer wussten Mitte des 16. Jahrhunderts um diesen Umstand, belagerten und beschossen das Fort ununterbrochen. Einen Monat konnten die Verteidiger die Stellung halten, fielen dann jedoch bis auf den letzten Mann. Als die Belagerung vorbei war, wurde das Fort neu erbaut. Im 17. Jahrhundert wurde die Befestigung dann an die Umwallung der Stadt Valletta angeschlossen.

 

Heute hat das Fort keine militärische Bedeutung mehr, es beinhaltet das Nationale Kriegsmuseum, außerdem ist hier das Georgs-Kreuz ausgestellt, das den gesamten Insulanern für ihre Tapferkeit während des zweiten Weltkriegs verliehen wurde, und heute die Nationalflagge ziert. .

 

 

 

Englisch lernen

Englisch auf Sprachreisen in das Ausland lernen und anwenden.