Ziele in der Umgebung

 

Dank der langen Geschichte Maltas - die ersten Siedler datieren Historiker und Archäologen auf 11000 v. Chr. - und der verschiedenen Besatzer und Herrscher, findet man auf Malta eine Vielzahl kultureller und religiöser Stätten und Sehenswürdigkeiten. Die Inselgruppe Malta, Gozo und Comino bilden zusammen den Staat Malta. Neben den beeindruckenden Gozo Reisen sind besonders Reisen auf die bekannteste der drei Inseln, Malta, sehr beliebt. Eine Reise nach Malta wird keinesfalls langweilig, die Sonneninsel hat kulturell und auch geschichtlich einiges zu bieten!

 

Mosta

 

Die Stadt Mosta befindet sich fast genau im Zentrum der Insel Malta, der Name bedeutet dies auch, nämlich "Mitte". In dem gebiet um die Stadt fand man durch Ausgrabungen Funde, die eine Besiedlung in prähistorischer Zeit belegen. Im Mittelalter wurde die Gegend dann zu einem Fluchtpunkt für die Menschen, die aus Angst vor Überfällen durch Piraten nicht an der Küste leben wollten und konnten. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt dann Ziel von deutschen Luftangriffen. In Mosta findet man die Kirche "Rotunda Santa Maija Assunta". Sie besitzt die viertgrößte Kirchenkuppel der Welt, größere haben der Petersdom in Rom, die Santa Maria del Fiore in Florenz und das Pantheon in Rom. Von letzterem war der Bau des Sakralbaus auch inspiriert. Die Kirche wurde 1871 erbaut, die Bevölkerung der Stadt finanzierte den Bau vollständig. Die Rotunda Santa Marija Assunta war Schauplatz einer spannenden Geschichte im zweiten Weltkrieg, was bis heute als Wunder zählt. Aus Angst und als Schutz vor den deutschen Fliegerangriffen suchten über 300 Menschen Schutz im Inneren der Kirche, als eine Fliegerbombe das Kirchendach durchschlug. Die Bombe explodierte aus unerklärlichen Gründen nicht. Eine Kopie der Bombe wird in der Kirche ausgestellt, das Original befindet sich im Kriegsmuseum in Valletta.

 

St. Paul's Bay

Diese Bucht befindet sich im Westen von Malta, hier findet man einige sehenswerte Orte. In der Salina Bucht wurde schon im Mittelalter Salz aus Meerwasser gewonnen, im Spätsommer kann man an der Salzernte teilnehmen. Auf St. Paul's Island steht eine Statue des Apostels Paulus, die 12 Meter hoch ist. Der Legende nach soll er 59 n. Chr. hier Schiffbruch erlitten haben, als er als gefangener nach Rom gebracht werden sollte. Er kam hier an Land, versteckte sich in einer Grotte und bekehrte die ersten Malteser zum Christentum.

 

 

Mdina

Die Stadt Mdina liegt im westlichen Zentrum der Insel, nicht weit von Mosta entfernt. Sie ist eine der früheren Hauptstädte von Malta und hat heute den Beinamen "Die schweigende Stadt", da es nur ein Hotel und wenige Restaurants gibt.

 

In der Bronzezeit wurde die Stadt schon als Zufluchtsort genutzt, woher auch ihr Name stammt. Die Phönizier nannten den Ort "Malet", was eben Zufluchtsort bedeutet. Die Römer änderten den Namen später in Melita, und bauten eine große Festungsmauer um die Stadt und die Nachbarstadt Rabet. Die Araber gaben der Stadt im 9. Jahrhundert ihren heutigen Namen Mdina, was "von Mauern umgebene Stadt" bedeutet. Im 15. Jahrhundert versuchten über 15.000 Türken die Stadt einzunehmen, was dank der starken Mauern und mutiger Kämpfer nicht gelang. Erst als die Johanniter auf die Insel kamen, musste Mdina den Hauptstadt-Status abgeben, da die Insel von der Küste aus besser zu verteidigen war, als aus dem Landesinneren. Trotz der wenigen Restaurants und der Tatsache, dass es hier nur ein Hotel gibt, ist die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Geht man durch die Stadt mit ihren schmalen Gassen, scheint man in der Zeit zurück zu gehen. Da die Gassen der Innenstadt autofrei sind, und die Häuser typisch maltesisch aus Kalkstein erbaut sind, hat man das Gefühl, durch eine andere Epoche zu wandeln. In Mdina befindet sich die St. Pauls Cathedral, die eigentliche Bischofskirche des Erzbistums Malta. Heute teilt sie sich diesen Titel mit der St. John's Co-Kathedral in Valetta. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche durch ein Erdbeben zerstört, nur die Altarnische blieb erhalten. Diese wurde dann auch in den Neubau, der zwischen 1697 und 1703 erbaut wurde, integriert. Im Inneren der Kirche befinden sich Unmengen von Fresken und kirchlichen Ausstattungsstücken aus irischem Holz.

 

Rabat

Rabat befindet sich ganz in der Nähe von Mdina, hier kann man wunderbar Einblicke in historische Ausgrabungen gewinnen. Am Stadtrand kann man das Leben der Römer auf Malta nachvollziehen, hier wurde eine alte Villa gefunden. Man sieht deutlich den Artriumhof, den Mosaikfußboden und mit Mosaiken geschmückte Wände. Etwas Besonderes, und für die Geschichte Maltas Bedeutendes sind die Katakomben, die sich unter der Stadt Rabat befinden.

 

Die St. Paul's Catacombs:

Diese unterirdischen Gänge und Räume dienten als Begräbnisstätte für Christen, Heiden und Juden. Im Laufe der Jahre - seit Mitte des 4. Jahrhunderts etwa - wurden hier fast 1.500 Menschen begraben. Mittlerweile sind alle wieder ausgelagert worden, man kann die über 1,5 Kilometer langen Gänge teilweise besichtigen. Allerdings gibt es wenig und schlechtes elektrisches Licht, sodass man auf jeden Fall selbst an eine Taschenlampe denken sollte.

 

Die St. Agatha's Catacombs:

Auch diese Gänge liegen unter der Stadt Rabat. Sie sind älter als die Die St. Paul's Catacombs, sie wurden zu Beginn des dritten Jahrhunderts angelegt. Hier macht der besuch mehr Spaß, die Ausleuchtung der Katakomben ist besser, teilweise werden die Flure in verschiedenen Farben angeleuchtet, was sie zu einer beeindruckenden Kulisse macht. Den Namen verdankt der Ort der Heiligen Agatha, die sich hier 248 versteckt haben soll. Die Märtyrerin ist die Schutzpatronin der Malteser.

 

Marsascala

Die Hafenstadt Marsascala befindet sich im Südosten von Malta. Schon vor mehreren tausend Jahren haben hier Menschen gelebt, was damit zusammen hängen könnte, dass der Ort und die Bucht, in der er liegt, zwischen zwei Tälern liegt, durch die Quellwasser in die Bucht fließt. In der Gegend von Marsaskala gibt es die bekannten Schleifspuren, von denen bis heute nicht sicher ist, wofür sie genutzt wurden oder wie sie entstanden sind. Genau wie in Rabat gibt es hier Katakomben und römische Villen, weshalb es als gesichert gilt, dass der Ort als römischer Hafen genutzt wurde. Tagsüber ist Marsascala eine idyllische Hafenstadt, die zum entspannen und flanieren einlädt. Abend wird sie mit Lichterketten und Musik erhellt und bietet mit Musik, Tanz und Bars ein schönes Abendprogramm.

 

In der nahe gelegenen St. Thomas Bucht gibt es einen Strand, an dem man dem Badeurlaub frönen kann. Leider ist dieser Strand wirklich sehr klein, sodass es sich eher lohnt, Richtung Süden zum St. Peter's Pool zu spazieren. Hier finden nur wenige Touristen her, da die Bucht nicht leicht zu erreichen ist. Die Felsen stehen hier soweit hervor, dass man es ohne Sorge den Maltesern nachmachen, und in das klare Wasser springen kann.

 

Schleifspuren

Die Bedeutung der Schleifspuren, die man auf Malta und auf Gozo findet, ist bis heute ungeklärt. Es gibt verschiedene Theorien, da sie Täler oder Siedlungen verbunden haben, scheint es, als würden sie Ackerflächen miteinander verbinden. Eine Möglichkeit der Nutzung sieht man also im Transportsystem. Die Spuren sollen als Schienen für wagen oder Karren genutzt worden sein, die Kufen hätten in die Spuren gefasst, und sie wären von Tieren gezogen worden. Allerdings hat man diese Theorie wieder verworfen, da man keine Austretungen von Hufen in den Steinwegen gefunden hat. Reine Schlitten können auch nicht genutzt worden sein, da sich die Spurbreite in den kurven verändert, und sie so aus der Bahn geworfen worden wären. Eine zweite Theorie geht davon aus, dass die Schleifspuren auf Malta als Bewässerungssystem genutzt wurden.

 

Bis heute kann weder von historischer, noch archäologischer Seite gesichert erklärt werden, wofür diese Spuren genutzt wurden, warum sie an manchen Stellen der Insel wie ein Gütebahnhof aussehen, warum sie teilweise im Meer enden, und warum sie scheinbar doch an manchen stellen mittels Werkzeug hervorgebracht zu sein scheinen.Auf jeden Fall können Besucher der Insel diese Spuren entdecken und verfolgen, vielleicht kommt ja einer von ihnen auf die Idee, was sie bedeuten könnten.

 

Freizeitparks

Es gibt verschiedene Freizeitparks in Malta, die sie bei Ausflügen auf der Inselgruppe besuchen können. Die zwei wichtigsten sind der Malta Mediterraneo Marine Park, wo Sie unter anderem Delfine und Seelöwen erleben können, oder der Zoo von Marsascala mit seinen verschiedenen Tierarten. Aber auch Popeye Village in Mellieha ist einen Besuch wert. Auf der Insel Gozo lohnen sich eher die Höhlen und Grotten, ein Schatz der Natur, die Dörfer im Inneren, die sich dem Kunsthandwerk widmen und verschiedene Filmstudios. Anders als bei den Freizeitparks in Deutschland gibt es auf Malta keine Achterbahnen oder bahnbrechende Freefalltower. Dafür aber viel Natur, Tiere und ganz viel Spaß.

 

 

Englisch lernen

Englisch auf Sprachreisen in das Ausland lernen und anwenden.